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Rosa Luxemburg
Von Rosa Luxemburg stammt folgende scharfe Kritik an den
Bolschwisten (Bolschewiki, zu deutsch: Mehrheitler), die durchaus erstaunt und
auch heute in aller Klarheit die Zustände trifft:
 | Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder
einer Partei – und mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden […] Ohne allgemeine
Wahlen, ungehemmte Presse und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf
erstirbt das Leben in jeder öffentlichen Institution, wird zum Scheinleben,
in der die Bürokratie allein das tätige Element bleibt. Das öffentliche
Leben schläft allmählich ein, einige Dutzend Parteiführer von
unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und
regieren, unter ihnen leitet in Wirklichkeit ein Dutzend hervorragender
Köpfe, und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu
Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen,
vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen, im Grunde also eine
Cliquenwirtschaft – eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des
Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, d. h. Diktatur
im rein bürgerlichen Sinne, im Sinne der
Jakobinerherrschaft […] Das ist ein übermächtiges, objektives Gesetz,
dem sich keine Partei zu entziehen vermag. |
Quelle:
2008 Wikipedia, Demokratischer Sozialismus
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